Abenteuer in Norisburg #1

Ergebnis der letzten Umfrage: Graumagier 41%, Gauklerin, Jäger 18%, Söldnerin, Streunerin 12%, Barde 0%

Dein Name ist Gyselwulf von Funkelbyn. In deiner Heimat Andergast hast du das Kampfmagierseminar besucht. Die Aussicht, dein Leben lang, deinem Königreich im Kampf gegen das benachbarte Nostria zu dienen, schien dir wenig verlocken. Deswegen verließt du deine Heimat und versuchst dein Glück in Norisburg.

Zum Heldenbogen

Am frühen Nachmittag erreichst du Norisburg und betrittst die Stadt durch das Neue Tor. Eine breite gepflasterte Straße führt an einfachen Steinbauten und eleganten Fachwerkhäusern vorbei. Auf der Straße begegnen dir Menschen unterschiedlicher Herkunft. Hier scheinen nicht nur Leute aus dem Mittelreich zu leben. Die geschmackvolle Kleidung lässt darauf schließen, dass einige Personen aus dem Horasreich stammen. Andere haben den starken Körperbau der Thorwaler. Die meisten Leute aber sind eher unscheinbar von Aussehen und Statur. Das sind wohl die gewöhnlichen Mittelreicher. Auch Zwerge laufen dir über den Weg. Ein Goblin ist mit einer Schubkarre unterwegs und sammelt Müll von der Straße auf.

Eine Steinbrücke führt über den Fluss, den man Breite nennt. Du kommst an einer großen prunkvollen Villa vorbei. Das Schild am Eingang verrät, dass es sich hierbei um das Heim für hilfsbedürftige Mädchen handelt. Als solches fühlst du dich nicht und folgst weiterhin der Hauptstraße, die zur Burg des Noriker-Ordens führt. Kurz vor der Burg mündet die Straße in einen großen Platz. Der Platz ist der Grüne Markt, der Hauptmarktplatz von Norisburg. Dort herrscht reges Treiben, zahlreiche Leute sind dort unterwegs. An den Ständen der Händler wechseln viele Gegenstände den Besitzer. Am Rande des Marktplatzes fällt dir ein großes Gebäude auf. Am Eingang stehen vier bewaffnete Zwerge. Das ist wohl das Haus von Golgolgol, dem Ratsherrn und reichen Händler. Doch deine Schritte führen dich zu einem anderen Gebäude. Über der Tür hängt ein Schild, auf dem ein Bierkrug aufgemalt ist.

In der Gaststätte “Grüner Markt” ist um diese Uhrzeit nicht viel los. Du bist der einzige Gast. Bei der Wirtin Miranda mietest du ein Zimmer und bestellst dir ein Bier. Sie bringt dir einen Krug gefüllt mit dem lokalen Norisbräu an den Tisch. Auf einer Tafel an der Wand liest du den Spruch: Norisbräu – edelster aller Hopfenergüsse ist der Gipfel der Biergenüsse. Du nimmst einen tiefen Schluck von dem Bier und musst feststellen, dass der Spruch nicht lügt. Noch nie hast du solch ein leckeres Bier getrunken. Einer der Gäste hat wohl ein Exemplar des Norisburger Boten an deinen Tisch liegen gelassen. Da du nichts Besseres zu tun hast, liest du die Zeitung. Drei Berichte erregen deine Aufmerksamkeit:

Rätselhaftes Wesen gesichtet

Außerhalb der Stadtmauern wurde eine seltsame Kreatur gesichtet. Ein wütender Hund greift Reisende an. Das ist zwar Besorgnis erregend, aber noch seltsamer ist, was die Überlebenden seiner Angriffe zu berichten haben. Angeblich hat dieser schwarze Hund drei Köpfe, große Reißzähne und rot funkelnde Augen. Eine Nachfrage bei Archibald Federkiel, dem Bibliothekar der Norisburg, hat ergeben, dass kein solches Wesen in unserer Gegend bekannt ist. Handelt es bei den Opfern des Angriffs um Wichtigtuer, die gerne im Rampenlicht stehen wollen oder lauert vor unseren Stadttoren wirklich eine ungeheuerliche Gefahr auf uns? Viburn Sturmjäger, Leiter der uns schützenden Truppen und während seiner Reisezeit erfolgreicher Monsterjäger, will die Gefahr nicht unterschätzen und schickt täglich Mitglieder des Noriker-Ordens aus, um nach dem Hund zu suchen. Bisher gab es jedoch keine Spur dieser blutrünstigen Bestie. (mr)

Tochter vermisst

Der Bäcker Sepald Laugenschmaus und sein Weib Dorata vermissen seit letzter Woche ihre Tochter Elsmine. Sie schickten das Mädchen zum Grünen Markt, um dort Besorgungen zu erledigen. Seitdem kam das 14jährige Mädchen nicht mehr zurück. Elsmine hat langes lockiges rotes Haar und trug zum Zeitpunkt ihres Verschwindens ein schlichtes blaues Kleid. Wer sie gesehen hat oder Informationen zu ihrem Verbleib hat, möchte sich an den Noriker-Orden wenden. Sepald und Dorata sorgen sich sehr um Elsmine. (ar)

Das verfluchte Haus in Greifswald

Uns erreichten Nachrichten aus dem benachbarten Dorfe Greifswald. Das Haus von Henny Waldradaskötter scheint verflucht zu sein. Nachdem die frühere Abenteurerin in Borons Hallen einzogen war, scheint es niemand mehr in ihrem früheren Heim auszuhalten. Des Nachts soll es dort zu unbeschreiblich grusligen Ereignissen kommen. Die Nachmieter von Henny stürzten sich aus dem Fenster des obersten Stockwerks oder im besten Fall liefen sie laut schreiend in den Wald. Einige Tage später kehrten sie wieder in den Ort zurück, konnten sich aber an nichts mehr erinnern. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieses Phänomen nicht auf die anderen Häuser in unserem Nachbarort ausbreitet. (mr)

Was willst du als Nächstes unternehmen?

  • Du suchst nach der vermissten Tochter (32%, 9 Votes)
  • Das verfluchte Haus interessiert dich (29%, 8 Votes)
  • Du begibst dich auf die Suche nach dem rätselhaften Wesen (21%, 6 Votes)
  • Du bleibst in der Gaststätte sitzen (18%, 5 Votes)

Total Voters: 28

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Die Umfrage endet am 19.1.2022 um 0:00 Uhr. Das Abenteuer geht weiter am 21.1.2022 um 0:00 Uhr.


Golgolgol

Golgolgol heißt im wirklichen Leben Stefan Will. Mitte der 80er Jahre schenkte ihm sein großer Bruder seine DSA-Box, da er lieber D&D spielte. Während seiner gesamten Schulzeit war Stefan begeisteter Rollenspieler und probierte verschiedene Systeme aus. Nach der Schulzeit ebbte das Interesse am Rollenspiel-Hobby ab. Nach einer langen Pause fand er 2020 das Interesse an Pen&Paper wieder. Da er es von früher gut kannte, begann er wieder mit DSA, auch wenn er über die Veränderungen im Lauf der Jahre sehr erstaunt war. Mit einem Mitspieler erfand er die Stadt Norisburg, die zur Heimat ihrer Spielfiguren werden sollte. Hier im Blog berichtet Stefan von Spielrunden und teilt seine Gedanken zu P&P-Themen mit.

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