Die Kinder von Albenhus

(nach einem Abenteuer von Florian Meinhart)

Die Heldengruppe besteht aus:

Ansgar Adlerson – Händler aus Thorwal

Gerodil Steinhammer – Zwergenkrieger

Sepulkaria – Halbelfen-Prostituierte

Dimitros Megatross – gildenloser Magier von den Zyklopeninseln

Die Drachenaugen beschäftigten die Gruppe weiterhin. Man wollte hinter der Herkunft der Edelsteine kommen. Deswegen wollten sie von ihren Gastgeber Al Fessir mehr Informationen über seinen früheren Gast Colmar Fischinger. An den Namen konnte sich der Händler erst nicht erinnern, aber er versprach, Nachforschungen über den Fischinger anzustellen.

Ansgar, Dimitros, Gerodil und Sepulkaria zogen selbst durch die Gassen von Albenhus, um einige Ermittlungen anzustellen. Doch egal, wem sie ansprachen, niemand kannte einen Colmar Fischinger. Allerdings fielen Sepulkaria zwei sehr junge Mädchen auf, die von zwei Männern bedrängt wurden. Die frühere Prostituierte ging entschieden dazwischen und verscheuchte die zwei Männer. Beide Mädchen waren sehr verschüchtert und trauten sich kaum etwas zu erzählen, was die Männer betraf. Das Ältere der Mädchen meinte aber, sie würde später noch mit Sepulkaria reden wollen. Dann rannten sie davon.

Die erfolglosen Nachforschungen nach Colmar Fischinger wurden fortgesetzt. Sepulkaria kaufte zwei Messer, die sie den Mädchen geben wollte, wenn sie diese wiedersah. Zur Mittagszeit gönnte sich Sepulkaria eine Pastete und Ansgar gab für die Herren eine Runde Wachteln aus. Da sah Sepulkaria das ältere der beiden Mädchen wieder. Sie folgte ihr in eine abgelegene Gasse. Dort konnten sie sich in Ruhe unterhalten.

Das Mädchen stellte sich als Sally vor. Sie und ihre jüngere Schwester sind Waisenkinder. Allerdings wurde das Waisenhaus, in dem sie waren, geschlossen. Sie kamen in ein neues Waisenhaus. Das war aber keines. Immer wieder kamen Männer, die an der Tür klopften und rote Tücher um den rechten Arm trugen. Sie zahlten Geld und stellten schlimme Sachen mit den Kindern an. Manchmal nahmen Männer Kinder mit und brachten sie nie wieder zurück. Sally und ihre Schwester sind schon mehrfach davongelaufen. Doch immer wieder wurden sie von den Männern eingefangen und zurück in das angebliche Waisenhaus gebracht. Sallys größter Traum wäre es, mit ihrer Schwester von den bösen Männern zu fliehen und danach dafür zu sorgen, dass all die anderen Kindern aus diesem Waisenhaus entkommen könnten. Sepulkaria versprach dem Mädchen, ihr dabei zu helfen. Außerdem gab sie ihr die beiden Messer, die sie für die Kinder gekauft hatte, damit sich diese verteidigen konnten.

Die Halbelfe kehrte zu ihren noch speisenden Gefährten zurück und berichtete ihr von dem eben in Erfahrung gebrachten. Man war sich sofort einig, den Mädchen zu helfen und brach auf, um sich bei besagtem Haus umzusehen. In einiger Entfernung ließen sie sich nieder und beobachteten das Gebäude. Tatsächlich erschien ein Mann, der ein rotes Tuch um den Arm gebunden hatte. Er blieb vor der Tür stehen, langte etwas hinein und ging dann wieder. Daraufhin schloss sich die Tür wieder.

Sepulkaria verfolgte gemeinsam mit Ansgar den Mann. Der Thorwaler schubste unsanft die zierliche Elfe, damit diese gegen den Mann fiel. Nicht weiter auf das Malheur eingehend, lief er weiter. Sepulkaria entschuldigte sich bei dem Mann dafür, dass sie ihm angerempelt hatte. Danach verwickelte sie ihm in ein Gespräch, in dem sie sich genauer nach Vergnügungsmöglichkeiten in Albenhus erkundigte. Der Mann konnte dem Charme der Elfe nicht widerstehen. Sie brachte ihm dazu, sich abends mit ihr zu treffen, um sich gemeinsam zu vergnügen. Er war auch bereit, etwas Besonderes, einen kleinen Menschen, dafür zu organisieren. Im Gegenzug würde sie auch etwas Exotisches mitbringen.

Ansgar und Sepulkaria kehrten zu Dimitros und Gerodil wieder zurück. Die Beiden hatten in der Zwischenzeit das Haus weiter beobachtet. Immer wieder tauchten Männer, mit roten Tüchern um den Arm gewickelt, auf und verschwanden im Haus. Nachdem Sepulkaria berichtet hatte, brach sie mit Dimitros auf, um sich für ihre Verabredung fertig zu machen.

Pfeife schmauchend beobachteten Ansgar und Gerodil das Haus weiter. Da fragte Gerodil sich, warum man denn nicht einfach die Stadtwache über das schändliche Treiben, das in dem Haus vorging, ins Bild setzen sollte. Ansgar fand die Idee gut. Mit Galburga von Hardenfels hatte man auch schon Bekanntschaft mit der Stadtobrigkeit geschlossen. Gerodil behielt das Haus weiterhin im Auge. Ansgar machte sich auf den Weg zur Stadtvikarin.

Beim Haus der Vikarin wurde Ansgar nicht sofort zu Galburga gelassen. Als er sein Anliegen vortrug, erwähnte er aber seinen Namen, und dass er mitgeholfen hatte, die Ungerechtigkeit im Fall von Al Fessir aufzuklären. Daraufhin hörte ihm die Stadtvikarin an. Frau von Hardenfels war erbost über das, was ihr der Thorwaler schilderte. Doch brauchte sie mehr Beweise, bevor sie die Stadtwache ausschickte. Ansgar bot sich an, dem Haus einen Besuch abzustatten, sich dort umzusehen und erwähnte auch, dass zwei der Kinder auch bereit wären, über die Missetaten, die im Gebäude vorgingen, zu berichten. Galburga von Hardenfels ging auf das Angebot des Thorwalers ein.

Mit einem roten Tuch um den rechten Arm gewickelt, klopfte Ansgar an die Tür des Gebäudes an. Ihm wurde von einem Mann geöffnet. Als dieser das rote Tuch sah, wurde er gleich hineingelassen. Nach seinem Begehr gefragt, antwortete Ansgar, dass er gerne Spaß mit Kindern hätte. Ihm wurden drei Kinder zur Auswahl gestellt. Darunter waren auch Sally und ihre Schwester. Der Thorwaler entschied sich für die beiden Mädchen. Mit den Mädchen verschwand Ansgar in ein Zimmer.

Dort versicherte er ihnen sofort, dass er nichts Böses im Sinn habe und sie keine Angst haben müssten. Sie erkannten ihn auch als Begleiter von Sepulkaria. Ansgar erzählte ihnen, dass er bald mit der Stadtwache vorbeikäme, die bösen Männer gefangen genommen würden und alle Kinder freigelassen werden würden. Sie brauchten auch keine Angst haben, wieder in einem solchen Haus zu landen. Er und seine Freunde würden sich darum kümmern, dass sie ein gutes neues Zuhause bekämen. Sie müssten aber den Leuten von der Stadtwache erzählen, was ihnen hier angetan wurde. Die Mädchen waren damit einverstanden. Dann holte Ansgar noch ein paar Würfel heraus und spielte mit den Kindern. Nach einer Stunde verließ er das Haus wieder.

Kurz darauf kehrte Ansgar wieder zurück. Diesmal waren Gerodil und zehn Leute von der Stadtwache dabei. Gerodil schlug die Tür des Hauses mit seinem Rabenschnabel ein. Die Gardisten stürmten in das Haus und nahmen die dort anwesenden Männern in Gewahrsam. Die ausgenutzten Waisen wurden befreit. Der Anführer der Wache übergab Gerodil ein Schreiben für die Stadtvikarin mit, indem stand, dass er und seine Freunde sich für die Stadt Albenhus sehr verdient gemacht haben. Sepulkaria und Dimitros, die auf dem Weg zu ihrer Verabredung mit dem Mann waren, wurden unterwegs von einem Boten verständigt, dass sie zur Stadthalle kommen sollten.

Dort war Galburga von Hardenfels über das Ergebnis des Einsatzes sehr erfreut. Sally und ihre Schwester Franziska wurden in die Obhut der Gruppe gegeben. Wie es ihnen versprochen wurde, versuchten Ansgar, Dimitros, Gerodil und Sepulkaria ein neues Zuhause für die Mädchen zu finden. Die anderen Kinder wurden auf die Waisenhäuser der Stadt verteilt. Frau von Hardenfels stellte den verdienten Helden einen Gefallen in Aussicht. Gerodil schlug vor, dass der beste Kämpfer der Stadtgarde mit ihnen trainieren würde, um ihnen neue Kampftechniken beizubringen. Dem Vorschlag stimmte der Rest der Gruppe zu.


Golgolgol

Golgolgol heißt im wirklichen Leben Stefan Will. Er wurde zum DSA-Spieler, weil sein Bruder D&D besser fand, und ihn deswegen seine DSA-Basisbox schenkte. Bis Mitte der 1990er Jahren war Stefan in der Rollenspielszene sehr aktiv und probierte verschiedene Systeme aus. Nach einer langen Pause fand er 2020 das Interesse am Pen und Paper wieder und kehrte zu seinem "Heimatsystem" DSA zurück. Über die Änderungen im Lauf der Jahre war er sehr erstaunt. Trotzdem nahm er das Hobby begeistert wieder auf und gründete mit einem Mitspieler die Republik Norisburg, die zur Heimat ihrer Spielfiguren wurde. Hier im Blog berichtet Stefan von seinen Spielrunden und teilt seine Gedanken zu P&P-Themen mit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert