Geschichte Norisburgs

Im Jahre 1004 BF (nach Bosparans Fall) schenkte Kaiser Hal den Noriker-Orden aus Dank für ihre Hilfe bei der Niederschlagung des Zweiten Ogeraufstands ein Stück Land als Lehen. Bei dem Orden handelte es sich um eine große Gruppe von kampfbegabten Abenteurern. Arnbold Lanzenreiter nahm stellvertretend für die Gruppe das Lehen an. Arnbold und sein Gefährte Balduin Spinoza boten den Leuten, die sie im Gefecht unterstützten, an, sich bei ihnen niederzulassen. Vierzig der Recken nahmen das Angebot an. Dieser Zusammenschluss wurde der Noriker-Orden, benannt nach dem Gladiator Norikus, ein Gefährte von Arnbold und Balduin, der beim Ogeraufstand fiel. Der Bau einer Burg als Stützpunkt des Ordens begann, die Norisburg. Während der Bauarbeiten entstand eine Siedlung um die Burg. Zwerge, Menschen und Goblins liessen sich nieder, um den Schutz der Burg zu geniessen und die Einwohner zu versorgen. Die Stadtteile Ambossviertel und Schlammingen enstanden.

Kurz vor Einbruch des Winters im Jahre 1005 BF, also in der Mitte des Jahres, wurde die Burg fertiggestellt. Danach hatte die Magierin Morgana Fa Lay, die in einem Turm im Lehen der Norisburg lebt, eine Audienz bei den Ordensführern Arnbold und Balduin. Bei diesem Treffen konnte sie die beiden Krieger dazu überreden, dass Norisburg künftig von einem Rat der Vier regiert werden sollte. Die Mitglieder des Rates sollten lebenslänglich vom Volk gewählt werden. Einen Monat später fanden die ersten Wahlen statt. Morgana, die diesen Vorschlag machte, um zu verhindern, dass magierfeindliche Gesetze erlassen werden, wurde tatsächlich in den Rat gewählt. Außerdem wurden Arnbold, Balduin und der Zwergenhändler Golgolgol, der gerade dabei war, ein großes Handelsimperium aufzubauen, in den Rat gewählt.

Im Jahr 1007 BF machten sich Arnbold Lanzenreiter und Balduin Spinoza Gedanken über die Zukunft ihres Ordens. Sie beschlossen junge Menschen in der Kampfeskunst auszubilden. Nach Erreichen des achtzehnten Lebensjahrs sollten sie eine zehnjährige Reise durch Aventurien antreten, um dort Abenteuer zu erleben, Hilfsbedürftigen zu helfen und dem Orden durch ihre Taten zu Ansehen und Ruhm zu verhelfen. Nach dieser Wanderzeit sollten sie zurückkehren und dem Orden weiterhin dienen. Entweder um junge Adepten auszubilden oder in der Stadtwache zu arbeiten. Außerdem wurde am Anfang des Jahres ein großes Volksfest, „Die Sieben Tage von Norisburg“, veranstaltet. Verschiedene Wettbewerbe (Boxturniere, Waffengänge, Bardenwettbewerbe, Wettessen und –trinken) sollten zum Amüsement der Bevölkeung beitragen. Dieses Fest sollte fortan alle sieben Jahre wiederholt werden.

Der ewige Zwist der benachbarten Königsreiche Andergast und Nostria machte sich 1008 BF bemerkbar. Flüchtlinge aus Andergast suchten in Norisburg Unterkunft. Diese suchten entweder in der Stadt Zuflucht oder ließen sich außerhalb der Stadt als Bauer oder Pferdezüchter nieder. Die aus dem Bornland stammende Madame Rowena bot jungen Damen aus Andergast, die nicht wussten wohin, ein Dach über ihren Kopf. Sehr zur Freude de Norisburger Männerwelt… Über den Konflikt freute sich auch Golgolgol. Der Zwerg verdiente gut mit Waffenlieferungen an Andergast und Nostria. Böse Zungen behaupteten, dass Golgolgol mit der Qualität seiner Ware den Ausgang des Konflikts beeinflussen wollte.

Durch den Zuzug der Andergaster Füchtlinge musste 1009 BF das Stadtgebiet von Norisburg erweitert werden. Deswegen sollten Bäume gefällt werden. Allerdings gab es Probleme. Eine Gruppe von Waldelfen, unter der Führung einer Valeria Regenbogen, wohnte auf den Bäumen im heutigen Waldstadt und leistete extremen Widerstand. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Ordnungshütern des Noriker-Ordens und den Baumbesetzern.

Im Jahr 1010 BF kam es zu einem Waffenstillstand zwischen Andergast und Nostria. Dafür zog der Dritte Orkensturm durch das Land. Noch blieb Norisburg davon verschont. In der Zwischenzeit verdiente Madame Rowena genug Geld mit ihrer Betreuung der obdachlosen Damen, dass sie davon eine Villa im Ambossviertel bauen konnte. Wer ihrem Verein zur Betreuung hilfsbedürftiger Mädchen beitrat, durfte sich in der Villa von den Mädchen verwöhnen lassen. Die Konflikte zwischen den Waldelfen und den Noriker-Orden setzten sich fort.

Balduin Spinoza und Valeria Regenbogen einigten sich 1011 BF darauf, die Konflikte zwischen den Norikern und den Waldelfen zu beenden. Ausschlaggebend war dafür auch die drohende Gefahr der Orkarmeen, die in den Nachbarländereien einfielen. Den Elfen wurde das Wohnrecht und die Bürgerschaft Norisburgs gewährt. Der Stadtteil Waldstadt entstand.

Die drohende Gefahr durch die Schwarzpelze wurde 1012 BF immer größer. Die Orks eroberten das benachbarte Greifenfurt. Die Bauern und Pferdezüchter aus dem Umland wurden aufgefordert, in die Stadt zu kommen. Dort wurden die Bürger in dem Umgang mit Waffen eingewiesen, um sich im Notfall wehren zu können. Eine Stadtmauer wurde um die Burg, Ambossviertel, Schlammingen und Waldstadt gebaut.

König Brin von Gareth befreite 1013 BF mit Unterstützung des Noriker-Ordens Greifenfurt von den Orks und zerschlug damit den dritten Orkensturm. Die Republik Norisburg überstand somit unbehelligt den Orkensturm.

Zum zweiten Mal fanden 1014 BF die „Sieben Tage von Norisburg“ statt. Golgolgol wurde inzwischen zu einem sehr angesehenen Händler in Aventurien. Sein Warenspektrum erweiterte er von Waffen und Rüstungen auf Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs und knüpfte Handelsverbindungen im ganzen Land. Um seine Ware vor Überfällen zu schützen, gründete er einen eigenen Wachdienst, der im Lauf der Jahre zu einer kleinen Privatarmee anwuchs.

In den folgenden Jahren tauchten hin und wieder kleine Banden von Orks auf, die es auf die Bauern und Pferdezüchter außerhalb der Stadtmauern abgesehen hatten. Umherziehende Abenteurer machten Jagd auf die Schwarzpelzbanden und verhinderten, dass diese großen Schaden anrichten konnten. Der Noriker-Orden setzte ein Kopfgeld aus. Jeder abgeschlagene Orkenkopf, den man in der Norisburg ablieferte, wurde mit einem Dukaten entlohnt. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang vor allem ein Istvan Hinkebein oder auch ein Dhjor Eisenfaust. Einer der eher unrühmlichen Helden dieser Zeit war Ugor Bullenreiter, der gemeinsame Sache mit einer Gruppe von Orks machte. Seine Orks terrorisierten die Bauern. Ugor verlangte von den Bauern Geld und vertrieb dann die Orks. 1016 BF kam ihm Istvan Hinkebein auf die Schliche und schickte Ugor und seine Orks in Borons Arme (nachzulesen in „Die unglaublichen Abenteuer des Istvan Hinkebeins gesammelt und herausgegeben von Golgolgol“).

Die Borbaradkrise (1019-1028 BF) machte sich vor allem durch den ins Mittelreich hereinbrechenden Flüchtlingsstrom aus dem Herzogtum Tobrien in Norisburg bemerkbar. Das Stadtgebiet von Norisburg wurde vergrößert. Das Stadtviertel Neuendorf entstand und die Stadtmauer wurde erweitert. Außerdem gab es außerhalb der Stadt ein Flüchtlingslager im Wald, aus dem sich in den folgenden Jahren das Dorf Greifenwald entwickelte. Im Kampf gegen Borbarad und seine Erben unterstütze der Noriker-Orden das Mittelreich.

Trotz der politischen Unruhen fanden in den Jahren 1021 und 1028 BF zum dritten und vierten Mal die „Sieben Tage von Norisburg“ statt. Das Turnier gewann an mehr Bedeutung und immer mehr Teilnehmer außerhalb von Norisburg nahmen daran teil.

Die Dritte Dämonenschlacht am 23. Ingrimm 1021 BF brachte das Ende von Borbarad. Doch das konnte der Ordensmeister der Noriker, Arnbold Lanzenreiter, nicht mehr miterleben. Drei Monate zuvor erlag er dem Wundfieber. Balduin Spinoza wurde sein Nachfolger als Ordensmeister. Viburn Sturmjäger nahm die Position des zweiten Ordenmeisters ein. In Norisburg musste ein neues Mitglied für den Rat der Vier gewählt werden. Zur Wahl standen Viburn Sturmjäger, die Goblin-Schamanin Leelos Weisshaar, Madame Rowena und die Waldelfe Valeria Regenbogen. Valeria Regenbogen wurde mit großem Abstand gewählt.

Doch mit der Verbannung Borbarads waren die Aufstände noch nicht beendet. Seine „Erben“ führten noch einen viele Jahre andauernden Krieg gegen das Mittelreich weiter. Die Noriker kämpften weiterhin an der Seite des Mittelreiches. Als nach dem Konflikt am 1. Praios 2029 BF Kaiserin Rohaja zur Kaiserin des Mittelreiches ausgerufen wurde, schworen ihr die Noriker die Treue. Zwei Wochen später wurde ihr Bruder Selidan Hal zum Gegenkaiser des Mittelreichs ausgerufen. Auch in den Kämpfen zwischen den Geschwistern unterstützten die Noriker Rohaja, die die Streitigkeiten 1034 BF durch den Tod ihres Bruders für sich entscheiden und das Mittelreich wieder vereinen konnte.

Als 1035 BF die „Sieben Tage von Norisburg“ zum fünften Mal stattfanden, war der Wettbewerb schon sehr in Aventurien bekannt. Die Teilnehmer kamen von überall her und repräsentierten auch zahlreiche aventurische Völker. Auch eine Delegation aus dem Orkland war da. Obwohl diese argwöhnisch beäugt wurde, machten die Schwarzpelze keine Schwierigkeiten.

Die Imman-Mannschaft „Golgolgol Norisburg“ wurde 1037 BF gegründet. Ziel des Vereins ist es die besten Imman-Spieler der Welt unter Vertrag zu nehmen, bzw. die besten Talente auszubilden. Die Mannschaft soll regelmäßig die Stadt verlassen, um sich mit anderen Vereinen bei Turnieren zu messen. Bei der Gelegenheit sollen auch andere Spieler gesichtet und abgeworben werden.

Norisburg in der Gegenwart (1040 BF)

Der Rat der Vier besteht derzeit aus dem Ordensmeister der Noriker, Balduin Spinoza, der Magierin Morgana Fa Lay, dem Zwergenhändler Golgolgol und der Waldelfe Valeria Regenbogen. Balduin ist schon alt und hat Sorge, dass nach seinem Ableben die Noriker nicht mehr im Rat vertreten sind. Deswegen möchte er eine Gesetzesänderung herbeiführen, dass der Ordensmeister der Noriker immer im Rat der Vier sitzen muss. Doch Valeria ist strikt dagegen. Ihr schwebt ein Rat der Vier vor, in dem jeweils ein Vertreter der vier Hauptvölker von Norisburg (Menschen, Zwerge, Elfen, Goblins) vertreten ist. Da sich die Ratsmitglieder nicht auf einen der Vorschläge einigen können, werden die Vorschläge bei den Ratssitzugen immer wieder, aber ohne Ergebnis, diskutiert.

Golgolgol zählt neben Emmerandt Stoerrebrandt zu den reichsten Leuten Aventuriens. Er ist aber immer auf der Suche nach neuen erfolgsversprechenden Geschäften. Zuletzt war dies das Drucken einer Buchreihe mit Heldengeschichten. Eine Gruppe von Neidern plante einen Anschlag auf das Leben von Golgolgol, um die Kontrolle über den Norisburger Markt zu gewinnen. Doch zwei Angestellte von Golgolgol, Gerodil Steinhammer und Ansgar Adlersson, deckten die Intrige auf und schalteten die Neider aus. Golgolgol beförderte die Beiden zu seinen Stellvertretern.
Sieht man von wenigen Straßenräubern ab, herrscht Ruhe und Frieden in der Republik Norisburg.

Die Zukunft von Norisburg

(wie sie bisher geplant ist. Änderungen sind durch Geschehen in der Spielrunde und durch Wendungen in der aventurischen Geschichte durchaus noch möglich)

Ein Drache wird 1041 BF im Norisgebirge gesichtet. Zu einer richtigen Gefahr für die Stadt wird dieser aber nicht, da er einige Tage nach der Sichtung tot aufgefunden wird. Man vermutet, dass Istvan Hinkebein den Drachen besiegte.

„Die Sieben Tage von Norisburg“ werden 1042 BF zum sechsten Mal ausgetragen. Wieder wird es ein großartiges Ereignis, das allen Beteiligten lange im Gedächtnis bleiben wird.

Golgolgol veranstaltet 1045 BF ein großes Immanturnier in Norisburg. Eingeladen sind die sechszehn besten Mannschaften Aventuriens. Der Sieger des „Dere-Cup“ gewinnt nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch ein hohes Preisgeld.

Zwischen 1047–1049 BF steht ein weiterer Konflikt an. Wieder fallen Orkbanden in die Republik ein und führen Raubzüge durch. Gerüchten nach werden sie vom Orkengott Brazoragh angeführt. Drei Jahre dauern die Kämpfe gegen die Heerscharen von Brazoragh, der auch direkt die Stadt angreift, bis diese in die Flucht geschlagen werden können.

Durch den Kriegszustand fallen die „Sieben Tage von Norisburg“ im Jahr 1048 BF aus. Balduin Spinoza stirbt 1050 BF an Herzstillstand. Neuer Ordensmeister der Noriker wird Viburn Sturmjäger. Zu seinem Stellvertreter und neuen Anführer der Stadtwache wird die Kriegerin Rondriana vom Sturmfels ernannt. Viburn stellt sich der Wahl zum Rat der Vier. Seine Gegenkandidaten sind die Goblinschamanin Leelos Weisshaar, die immer noch sehr angesehene Madame Rowena und der Waldelf Glofindel Bachgeflüster. Diesmal wird Madame Rowena gewählt.
Eine Woche nach der Wahl wird Madame Rowena von den Noriker-Soldaten wegen Menschenhandel verhaftet. Ihr Heim für hilfsbedürftige Mädchen wird geschlossen. Viburn setzt den Rat der Vier ab und lässt sich als Herrscher von Norisburg ausrufen. Golgolgol und Morgana Fa Lay werden seine Berater. Viburn beruft sich darauf, dass Kaiser Hal den Norikern das Land als Lehen übergeben hat und deswegen sie die rechtmässigen Herrscher sind. Kaiserin Rohaja akzeptiert das, ebenso wie ein Großteil der Norisburger Bevölkerung.
Nur Valeria Regenbogen und ihre Waldelfen rufen zum Widerstand gegen die unrechtmässige Machtergreifung des Noriker-Ordens auf. Einige wenige Menschen schließen sich ihnen an. Eine Woche lang kommt es zu Straßenschlachten zwischen den Noriker-Rittern und ihren Widersachern. Am Ende der Woche zieht in der Nacht Valeria Regenbogen mit der Hälfte ihrer Anhängerschaft aus der Stadt. Fortan reist sie mit ihren Anhängern durch die Wälder Aventuriens. Man nennt sie das Wandernde Volk. Die in der Stadt gebliebenen Waldelfen werden am darauf folgenden Tag gnadenlos von Rondriana und ihren Kriegern niedergemetzelt. Die Bäume von Waldstadt werden abgeholzt. Auf dem Gebiet lässt Golgolgol Häuser bauen, die er vermietet. Es dauert auch nicht lange, und Waldstadt ist wieder bevölkert. Nach dem „Tag der abgetrennten Spitzohren“ meiden die meisten Elfen jedoch Norisburg.

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