Ideen zu einer Robin Hood-Kampagne – Teil 1

Als Reaktion auf meine DVD-Besprechung der Robin Hood-TV-Serie kam die Frage, ob es Abenteuer für Das Schwarze Auge mit dem Hintergrund der Robin Hood-Geschichte gibt. Mir fiel dazu keine Antwort ein. Aber es sollte ein leichtes sein, als Spielleiter eine kleine Kampagne mit dem Hintergrund aufzubauen. Hier meine Gedanken dazu:

Wo soll das Abenteuer spielen?

Als Schauplatz bietet sich das Mittelreich, außer der Hauptstadt Gareth, an. Das Mittelreich besteht aus mehreren kleinen Baronien. Davon kann man sich einfach eine herauspicken, bzw. selber eine erfinden. Man braucht eine Stadt und erfindet zwei oder drei Dörfer dazu. Schon hat man den Schauplatz für sein Abenteuer.

Welche Helden sind dafür geeignet?

Die Helden sollten möglichst aus der Region kommen oder einen Bezug zu der Region haben. Es muss eine Motivation da sein, um den normalen Leuten gegenüber den Adligen beizustehen. Ansonsten sind alle Kulturen und Professionen erlaubt. Wobei Charaktere mit Wildnis- und Kampffähigkeiten am Besten geeignet scheinen. Es spricht aber auch nichts gegen magiebegabte Helden. Witzig wäre natürlich eine Gruppe zu haben, die der Zusammensetzung aus der TV-Serie entspricht: Jäger, Straßenräuber, Bauern, ein übergewichtiger Geweihter und ein von seinem Land vertriebener Adliger als Anführer.

Welche NSCs braucht man

Wichtig sind auch die Gegenspieler. Da würde ich empfehlen, dass zwei Personen besonders vom Spielleiter ausgearbeitet werden sollten. Da gibt es den bösen Baron, unter dessen Herrschaft das einfache Volk zu leiden hat. Sein persönlicher Wohlstand und Komfort ist ihm wichtiger als das Wohlbefinden seiner Untertanen. Ihm zur Seite steht ein kampferfahrener Krieger, der Anführer seiner Streitkräfte. Dieser sorgt auch dafür, dass die Anordnungen des Barons durchgeführt werden und jagt auch die Gesetzlosen, also die Spielerfiguren. Beide NSCs sollten natürlich lange am Leben bleiben, bzw. immer wieder aus gefährlichen Situationen entkommen können. Als SL kann man nicht immer kontrollieren, was die Spieler anstellen. Sollte nun tatsächlich der Baron oder sein Anführer ums Leben kommen, wird dieser natürlich einen Nachfolger erhalten. Aus dessen Sicht sind die Spieler keine Helden, sondern Mörder und das Interesse, diese zu fangen und das Leben schwer zu machen, wird höher liegen, als bei seinem Vorgänger.

Neben den Gegenspielern braucht man auch noch Verbündete für die Helden. Dazu eignen sich die Bewohner der Dörfer. Pro Dorf würde ich zwei bis drei Personen erschaffen, zu denen die Helden eine besondere Beziehung haben. Diese Personen kann man gut als Aufhänger für Abenteuer nutzen. Sie können als Informanten für die Helden dienen oder auch als Bittsteller genutzt werden. Dafür wäre z.B. ein Dorfvorsteher geeignet, Familienmitglieder oder die Liebschaft eines Spielers (da könnte man auch während der Kampagne ausspielen, wie die Beziehung entsteht). Letzteres wäre auch ein guter Aufhänger für einige Abenteuerideen.

Nun haben wir die Voraussetzungen für die Kampagne erschaffen. Jetzt fehlen nur noch die Abenteuer, die die Spieler erleben sollen. Darauf will ich aber erst nächste Woche im zweiten Teil des Artikels eingehen.

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